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SchlĂŒsselpunkte des Beitrags: Wie effektiv sind digitale Weiterbildungsmöglichkeiten?
  • Digitale Weiterbildung ist effektiv, wenn Lernziel, Lernformat und Anwendung gut zusammenpassen.
  • Online-Trainings bieten FlexibilitĂ€t, aber die Inhalte mĂŒssen dennoch praxisnah vermittelt werden.
  • Die Anwendung des Gelernten im Arbeitsalltag ist entscheidend, um den Trainingstransfer zu messen.
  • Unternehmen sollten konkretes Wissen und Kompetenzen definieren, die Mitarbeitende nach der Weiterbildung besitzen sollen.
  • Die Auswahl der digitalen Lernform hĂ€ngt von den spezifischen Zielen und der Zielgruppe ab.

GeschÀtzte Lesedauer 4 minutes

Wie effektiv sind digitale Weiterbildungsmöglichkeiten?

Digitale Weiterbildung kann sehr effektiv sein – wenn Lernziel, Lernformat und Anwendung zusammenpassen. Entscheidend ist weniger, ob eine Weiterbildung online oder in PrĂ€senz stattfindet. Entscheidend ist, was Mitarbeitende anschließend wissen, anwenden und im Arbeitsalltag tatsĂ€chlich besser machen können.

FĂŒr Unternehmen lohnt sich deshalb ein genauerer Blick auf die Gestaltung der Weiterbildung.

„Digital“ ist erstmal nur der Übertragungsweg

Ein 60-minĂŒtiger Frontalvortrag wird nicht automatisch besser, weil er ĂŒber Zoom lĂ€uft.

Eine 80-seitige PowerPoint wird nicht zur modernen Weiterbildung, weil sie in einem LMS liegt.

Und ein Multiple-Choice-Test zeigt zunÀchst einmal, dass jemand Fragen beantworten konnte.

Die eigentliche Frage lautet: Was soll die Person danach können?

5 praktische Fragen helfen fĂŒr den Check im Unternehmen

1. Was soll anschließend anders sein?

Statt zu sagen: „Unsere Mitarbeitenden sollen die PPWR kennen.“
Formulieren Sie beispielsweise Ziele:
„Unsere Mitarbeitenden sollen erkennen können, welche Rolle unser Unternehmen bei einer konkreten Verpackung einnimmt und welche Pflichten daraus entstehen.“

2. Was mĂŒssen Mitarbeitende dafĂŒr wissen?

Begriffe. Grundlagen. Prozesse. Regeln. ZusammenhÀnge.

Digitales Lernen ist dafĂŒr besonders interessant, weil Inhalte zeit- und ortsunabhĂ€ngig bereitgestellt und im eigenen Tempo bearbeitet werden können. Organisationale E-Learning-Systeme können darĂŒber hinaus unterschiedliche Lern- und WissensflĂŒsse unterstĂŒtzen.

Wichtig:
Wissen ist Voraussetzung. Noch keine Anwendung.

3. Wo mĂŒssen sie selbst etwas tun?

Entscheidungen treffen. FÀlle beurteilen. Dokumente erstellen. Fehler finden. Szenarien bearbeiten. GesprÀchssituationen durchspielen. Ergebnisse reflektieren.

Das kann digital passieren.

Beispiele:
PPWR: Einen konkreten Verpackungsfall beurteilen und daraus Rollen, Pflichten und notwendige Schritte ableiten.

GefĂ€hrdungsbeurteilung: GefĂ€hrdungen in realistischen Arbeitssituationen erkennen, bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen festlegen.
Betriebsanweisungen & Unterweisungen: Eine Betriebsanweisung praxisnah erstellen und daraus eine verstÀndliche Unterweisung ableiten.

KI im Berufsalltag: Reale Arbeitssituationen mit KI bearbeiten, Ergebnisse beurteilen und den sinnvollen Einsatz reflektieren.

4. Wie kommt das Gelernte in den Arbeitsalltag?

Das ist der interessante Punkt.
Denn ein absolvierter Kurs ist noch kein Transfer.
Trainingstransfer beschreibt gerade die Anwendung erworbener Kenntnisse, FĂ€higkeiten und Einstellungen im Arbeitskontext. Aktuelle Reviews zeigen zugleich, dass dieser Transfer bei Workplace-E-Learning bislang keineswegs einheitlich gemessen wird

Die Montagsfrage
Kann die Person am Montag etwas besser, sicherer oder selbststÀndiger erledigen als am Freitag?
Wenn wir darauf keine Antwort haben, sollten wir vielleicht noch einmal ĂŒber das Lernziel sprechen.

5. Woran erkennen wir, ob es funktioniert hat?

Wissen. Anwenden. Nachweisen.

Nicht jede Weiterbildung braucht eine komplexe Evaluation.
Aber Unternehmen sollten vorher wissen, woran sie Erfolg erkennen wollen.

Das kann je nach Ziel etwas völlig anderes sein:
Wissensfragen → fachliches VerstĂ€ndnis
Praxisfall → Anwendung
Simulation → Entscheidungskompetenz
Arbeitsprobe → Handlungskompetenz
Beobachtung/Kennzahl → Transfer in die Praxis

Welche digitale Lernform passt zu welchem Ziel?

Selbstlernkurs? Live-Online-Training? Lernplattform? Blended Learning? Praxisaufgaben? Simulation? KI-gestĂŒtztes Lernen?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort.

Ein Grundlagenwissen lÀsst sich anders vermitteln als eine Handlungskompetenz. 20 Mitarbeitende in einer Fachabteilung benötigen möglicherweise eine andere Lernarchitektur als 500 BeschÀftigte an mehreren Standorten.

Deshalb beginnen wir bei l.i.d. bei einer anderen Frage:

Was sollen Ihre Mitarbeitenden anschließend tatsĂ€chlich können?

Daraus lassen sich Lerninhalte, Lernform, Technologie und Nachweis ableiten.

ortrÀt von Tobias Hombach, Gesellschafter der Wurm & Hombach GbR, im dunkelblauen Hemd mit Bart, lÀchelnd vor gelben Strukturen.

Tobias Hombach
„Erst das Lernziel. Dann das Format.“

Wie wirksam ist Ihre Weiterbildung aufgebaut?

Sie planen eine digitale Weiterbildung oder möchten bestehende Schulungen weiterentwickeln?
Wir schauen gemeinsam auf Lernziel, Zielgruppe, Anwendung und geeignete digitale Formate.

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